Wenn ihr die Presse in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt habt, wisst ihr, dass meine Fraktion den Entwurf für die Wärmeplanung in Rheinbach kritisch gesehen hat und in der Sitzung des Umweltausschusses abgelehnt hat.
Hauptkritikpunkte waren:
- Ein sehr hoher Anteil an Wärmenetzen. Diese müssen erst geschaffen und Investoren und Betreiber gefunden werden.
- Ein hoher Anteil an Biomasse und Biogas in der Planung. Hier stellt sich die Frage, ob in Zukunft diese Ressourcen ausreichend (und bezahlbar) zur Verfügung stehen.
Die SPD-Fraktion hatte zudem einen umfassenden Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt, der inzwischen beantwortet wurde und die Planung wurde nochmals angepasst und der Anteil der Wärmenetze reduziert.
Wir haben daher in der Ratssitzung (trotz Kritik) der Wärmeplanung zugestimmt.
Ausführlich könnt ihr die Stellungnahme der Fraktion hier lesen.
Und was ist jetzt mit Wormersdorf?
Seit dem Entwurf (ich habe vor einiger Zeit im Blog berichtet) hat sich nicht viel geändert.
Dezentrale Lösungen sind das Mittel der Wahl. Also Wärmepumpen und Biomasseanlagen (Pellets, Holzscheitverbrennung). Ob sich -trotz diskutierter gesetzlicher Änderungen die Investition in Öl- und Gasheizungen noch lohnt, wage ich zu bezweifeln.
Falls das Thema bei euch ansteht, solltet ihr euch gut beraten lassen. Die Energieagentur Rhein-Sieg und die Verbraucherzentrale sind da eine erste gute Anlaufstelle. Zumindest ist das meine Erfahrung.
Eine weitere Möglichkeit sind Nachbarschaftsnetze. Dann tun sich benachbarte Wohneinheiten zusammen und erzeugen gemeinsam Wärme. Das könnte ich mir gut für Neubauten vorstellen.
Ausführliche Informationen zur Wärmeplanung in Rheinbach findet ihr auf www.rheinbach.deine-waermewende.de
Schaut mal rein!



